So transkribieren Sie ein Interview
Ob Leitfadeninterview für die Masterarbeit, Gespräch mit einer Quelle oder Mandantengespräch: Der Ablauf ist derselbe.
- Legen Sie die Audio- oder Videodatei oben ab. Wenn Sie wissen, wie viele Personen sprechen, geben Sie die Zahl an.
- Wählen Sie, wo die Aufnahme verarbeitet wird: in der Region EU (Deutschland), USA, Singapur oder Japan, oder ganz ohne Upload in der Desktop-App.
- Öffnen Sie das Transkript im Editor. Klicken Sie auf eine Zeile, um sie zu hören, und korrigieren Sie, was nicht stimmt.
- Benennen Sie die Sprecher, zum Beispiel I für Interviewerin und B1 für die befragte Person, und anonymisieren Sie Namen und Details.
- Exportieren Sie das Transkript als Word oder PDF, mit Zeitstempeln und Zeilennummern.
Transkriptionssoftware für Interviews: worauf es ankommt
Ein Rohtext allein spart wenig Zeit, wenn Sie danach jede Stelle in der Aufnahme suchen müssen. Achten Sie bei Software zum Interview transkribieren auf diese Punkte:
- Sprechererkennung, die Sie korrigieren können, statt sie nur hinzunehmen.
- Ein Editor, in dem jede Zeile mit dem Audio verknüpft ist, damit Sie beim Prüfen nicht zwischen Programmen wechseln.
- Export mit Seiten- und Zeilennummern, damit Sie in der Arbeit sauber zitieren.
- Klare Auskunft, wo die Aufnahme verarbeitet wird, und eine Möglichkeit, ganz ohne Upload zu arbeiten.
Scriven ist auf genau diese Arbeit ausgelegt: Entwurf erstellen lassen, am Audio prüfen, sauber exportieren.
Sprecher, Zeitstempel und Zeilennummern
Ein Interviewtranskript ist erst brauchbar, wenn klar ist, wer spricht, wo eine Stelle in der Aufnahme liegt und wie man sie zitiert.
- Sprecher: Scriven unterscheidet die Stimmen automatisch. Sie benennen sie um, weisen eine Zeile mit den Tasten 1–9 einer anderen Person zu oder trennen und verbinden Redebeiträge.
- Zeitstempel: Jede Zeile trägt den Zeitpunkt in der Aufnahme. Jedes Wort ist mit dem Audio verknüpft, sodass Sie eine Stelle jederzeit nachhören.
- Zeilennummern: Der Export nummeriert die Zeilen fortlaufend und setzt Seitenzahlen. So zitieren Sie eine Aussage in der Arbeit oder im Artikel eindeutig, etwa mit Interviewkürzel, Seite und Zeile.
Welche Zitierweise gilt, legt Ihr Institut, Ihre Redaktion oder Ihr Lehrstuhl fest. Das Transkript liefert die Seiten und Zeilen, auf die Sie sich beziehen.
Wörtlich oder geglättet transkribieren
Vor dem ersten Interview sollten Sie entscheiden, wie genau Sie transkribieren. Im deutschsprachigen Raum sind zwei Stufen üblich.
- Wörtlich: Alles wird festgehalten, auch Füllwörter wie „äh“, Wiederholungen, Satzabbrüche, Lachen und Pausen. Sinnvoll, wenn es auf die Art des Sprechens ankommt, etwa in Gesprächs- oder Diskursanalysen.
- Geglättet: Füllwörter und Abbrüche fallen weg, Sprache und Zeichensetzung werden behutsam an das Schriftdeutsch angenähert. Der Inhalt bleibt unverändert. Für die meisten inhaltlichen Auswertungen genügt das.
Viele Hochschulen geben eigene Transkriptionsregeln vor, etwa wie unverständliche Stellen oder Dialekt markiert werden. Halten Sie sich an die Vorgabe Ihres Fachs und dokumentieren Sie die verwendeten Regeln im Methodenteil.
Scriven liefert einen Entwurf. Unsichere Wörter sind markiert, damit Sie zuerst dort nachhören. Was im fertigen Transkript steht, entscheiden Sie.
Schnell korrigieren, ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen
Bei einem einstündigen Interview zählt jede Sekunde, die Sie nicht mit der Maus verbringen.
- Leertaste startet und stoppt die Wiedergabe.
- J und L springen 3 Sekunden zurück oder vor.
- 1–9 setzt den Sprecher der aktuellen Zeile.
- ⌘↵ markiert eine Zeile als geprüft und springt zur nächsten.
- ⌘B trennt einen Redebeitrag, ⌘M verbindet zwei, ⌘F sucht im Transkript.
Jede Korrektur wird mit dem Namen der prüfenden Person vermerkt. Arbeiten Sie im Team, sieht jede Person, wer was geändert hat.
Anonymisieren vor der Weitergabe
Interviewpartnerinnen und -partnern wird oft zugesichert, dass sie nicht erkennbar sind. Bevor Sie ein Transkript an Betreuende, Ko-Autoren oder eine Redaktion weitergeben, anonymisieren Sie Namen, Orte, Arbeitgeber und andere Details direkt im Editor.
Das gilt ebenso im Personalwesen, etwa bei Austrittsgesprächen, und für Kanzleien, die ein Mandantengespräch intern teilen.
DSGVO, Ethikkommission und offline transkribieren
Interviewaufnahmen enthalten personenbezogene Daten, oft auch sensible. Ethikkommissionen und Datenschutzbeauftragte fragen deshalb, wo die Aufnahme verarbeitet wird und wer Zugriff hat.
- Desktop-App für Windows, macOS und Linux: Transkription und Sprechererkennung laufen vollständig auf Ihrem Computer. Die Aufnahme wird nicht hochgeladen. Die App testet Ihren Rechner vorab und zeigt realistische Geschwindigkeiten.
- Cloud in der Region EU (Deutschland): Aufnahme und Transkript werden nur in dieser Region verarbeitet und gespeichert. Die App zeigt die Region auf jedem Bildschirm.
- Enterprise: Auftragsverarbeitungsvertrag, Self-Hosting oder Betrieb ohne Internetverbindung, SSO und Audit-Log.
Ob Ihre Verarbeitung DSGVO-konform ist, hängt auch von Einwilligung, Zweck und Speicherdauer ab, nicht nur vom Werkzeug. Klären Sie das mit Ihrer Ethikkommission oder Ihrem Datenschutzbeauftragten. Dies ist keine Rechtsberatung.
Für wen Scriven gemacht ist
- Qualitative Forschung und Abschlussarbeiten: Leitfaden- und Experteninterviews, Fokusgruppen, mit Zeilennummern zum Zitieren.
- Journalismus: Gespräche mit Quellen, die die Redaktion nicht verlassen sollen.
- Personalwesen: Bewerbungs- und Austrittsgespräche, anonymisiert für die Auswertung.
- Kanzleien: Mandantengespräche und Zeugeninterviews als Arbeitstranskript, das eine Person im Team prüft und unterschreibt.
Mit der Android-App nehmen Sie ein Interview unterwegs auf und laden es in Ihre Region hoch. Korrigiert wird danach am Computer.
Fragen zum Transkribieren von Interviews
Wie lange dauert es, ein Interview zu transkribieren?
Von Hand oft ein Vielfaches der Gesprächsdauer. Mit Scriven erhalten Sie einen Entwurf und prüfen ihn nur noch am Audio. Wie lange die Desktop-App auf Ihrem Rechner braucht, zeigt sie nach einem kurzen Test.
Kann ich ein Interview kostenlos transkribieren?
Ja. Oben werden die ersten 15 Minuten ohne Konto transkribiert. Ein kostenloses Konto bietet 60 Cloud-Minuten im Monat, ohne Karte.
Wie bekomme ich Zeilennummern ins Transkript?
Exportieren Sie als Word oder PDF. Der Export setzt Seitenzahlen und nummeriert die Zeilen, dazu Zeitstempel. Für den Export brauchen Sie ein kostenloses Konto.
Ist KI-Transkription DSGVO-konform?
Das hängt von der Verarbeitung insgesamt ab. Scriven gibt Ihnen die Wahl: offline in der Desktop-App ohne Upload oder in der Cloud-Region EU (Deutschland). Dies ist keine Rechtsberatung.
Erkennt Scriven, wer spricht?
Ja. Die Stimmen werden automatisch unterschieden. Sie können die Zahl der Sprecher vorgeben, Sprecher umbenennen und Zeilen neu zuweisen.
Transkribiert Scriven nach einem bestimmten Regelwerk?
Nein. Sie erhalten einen Entwurf, den Sie nach den Regeln Ihres Fachs wörtlich oder geglättet bearbeiten.
Kann ich auch Videointerviews transkribieren?
Ja. Scriven nimmt Audio- und Videodateien an, etwa Aufzeichnungen aus Videokonferenzen.
Was kostet die Desktop-App?
Der Tarif Local kostet 29 $ pro Person und Monat und enthält unbegrenzte Transkription auf dem Gerät.